Kühlwasser - Problemstellung

Problematik:

Ein unzulänglicher Ablagerungsschutz kann zu schweren Betriebsproblemen führen und für eine Anlage hohe Betriebs- und Investitionskosten verursachen. Ablagerungen vermindern die Strömungsquerschnitte des Wasserverteilungssystems und wirken auf Wärmeübergangsflächen isolierend, wodurch in beiden Fällen die Wärmeübertragung reduziert wird.

In der Planung und Betrieb einer Kühlwasseranlage ist daher eine geeignete Wasseraufbereitung in Verbindung mit einer chemischen Konditionierung einzuschließen. Durch geeignete Aufbereitung und Konditionierung der Wässer lassen sich Ablagerungen, Korrosion und Mikrobiologische Aktivitäten an Teilen der Kühlwasseranlage während des Betriebes verhüten.

Funktionsstörung:

Bei der Korrosion handelt es sich um einen elektrochemischen Vorgang, der durch eine elektrische Potentialdifferenz zwischen zwei Metallen oder zwei verschiedenen Bereichen eines gleichen Metalls induziert wird.

Die Folgen der durch Korrosion verursachten Schäden reichen von Leckagen mit mehr oder weniger kostenintensiver Reparatur bzw. Austausch der beschädigten Anlagenteile bis hin zum Ausfall des gesamten Kühlsystems mit resultierenden Stillstand der Anlage.

Temperaturerhöhung und pH-Wert-Verschiebung im Kreislaufwasser sowie die durch den Verdampfungsprozess verursachte Eindickung des Kühlwassers führen zur Ausscheidung kristalliner Salz (Härteablagerungen).

Bereits eine Kalkablagerung mit einer Schichtdicke von 0,2 mm kann die Leistung eines Kühlsystems um bis zu 15 % reduzieren.

Auf Grund von Temperatur und Nährstoffangebot stellen offene Kühlsysteme einen nahezu idealen Lebensraum für die verschiedensten mikrobiologischen Lebensformen dar.

Durch ihr schnelles Wachstum bilden sich Biofilme, die, nicht ausreichend bekämpft, nahezu überall im Kühlkreislauf zu finden sind.

Bereits eine Schleimdicke von 0,2 mm führt zu einem Leistungsverlust des Kühlsystems von 20 bis 30 %.

Ursachen:

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